(Halb-)automatische, Detektion von gefährdeten, kleinen maritimen Fahrzeugen für den Katastrophenschutz mittels Radar (SAR) Satellitendaten.
Anwendungsfall: Luftkammern-Fluchtboot

Das Projekt verfolgt das Ziel der Entwicklung von weitestgehend automatischen Detektionsmethoden für kleine, nicht metallische maritime Fahrzeuge mit Hilfe von Synthetic Aperture Radar (SAR) Satellitendaten. Der konkrete Anwendungsfall konzentriert sich auf die Ortung von jenen Schlauchbooten die für Menschen auf der Flucht oftmals die einzige Möglichkeit zur Überfahrt über das zentrale Mittelmeer darstellen. Die Entwicklung speziell auf dieses Boote abgestimmter Schiffsdetektoren hat das Ziel search & rescue Missionen vor Ort zu unterstützen Menschen in Seenot zu finden und rasche, tragfähige Kriseninterventionen zu leisten. Aufgrund der Unabhängigkeit von Sonnenlicht und Wetter ist Radar hochverfügbar und damit für zeitkritische Anwendungen gut geeignet.

Die Ergebnisse sollen einen Baustein in einer ganzen Infrastruktur bilden, die die flächendeckende Suche nach Menschen in Seenot im zentralen Mittelmeer leistet. Die rasanten Entwicklung im Bereich SAR Satellitentechnologien führt zu einer raschen Zunahme an operablen Satellitensystemen die gute zeitliche und räumliche Auflösung ermöglichen. Dies stellt eine wichtige Perspektive dar, einerseits für die Weiterentwicklung von Auswertemethoden und ihrer Diversifizierung und andererseits für die Umsetzung eines Such- und Rettungssystems das auf den kontinuierlichen Fluss von Satellitendaten angewiesen sein wird.

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Vorträge

Lanz, P. : Satellite-based Radar for Disaster Mitigation: Investigating Detection Capabilities of Distressed Refugee Boats using SAR. Living Planet Symposium 2019, Milan, Italy, Mai 2019 Weblink
Lanz, P. : Investigating Detection Capabilities of Distressed Refugee Boats Using SAR. ESA POLINSAR 2019 Conference, Frascati (Rome), Italy, Januar 2019 Weblink