Virtueller Laserscanner-Simulator zur Digitalisierung der Unterrichtsumgebung

Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Software-Tools zur Erstellung von simulierten Massendaten von Objekten, die mit einem terrestrischen Laserscanner aufgenommen werden. Diese Instrumente erzeugen 3D-Punktwolken von verschiedenen Stationen, die weiter registriert (georeferenziert) und zu übergeordneten Informationen wie 3D-Modellen, Architekturzeichnungen, Orthophotos oder Karten verarbeitet werden müssen.
Personen

Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Thomas Luhmann (Leitung) [IAPG, Jade Hochschule]

Dr. Darius Popovas [IAPG, Jade Hochschule]

Dr. Julia Gorkovchuk [KNUCA, Ukraine]

Dr. Denys Gorkovchuk [KNUCA, Ukraine]

Prof. Dr. Mona Hess [Universität Bamberg]

Dr. Maria Chizhova [Universität Bamberg]

  Mittelgeber

Deutscher Akademischer Austausch Dienst (DAAD)

Das Projekt wird im Rahmen des DAAD-Programms zur Unterstützung der Internationalisierung ukrainischer Hochschulen 2019-2021: Digitale Zukunft gemeinsam gestalten: Deutsch-Ukrainische Hochschulkooperationen

Ukrainische Hochschulen, die Kurse mit Bezug zur Digitalisierung in der Ingenieurpraxis (z.B. Geoinformationswissenschaften, Katasterwesen, Geodäsie) anbieten, sollten ihre Studenten entsprechend den modernen Bedürfnissen und Anforderungen des professionellen Marktes ausbilden. Allerdings mangelt es vielen Lehrenden an Wissen, zudem leiden die Universitäten unter veralteter Ausrüstung (Hard- und Software), unzureichender IKT-Infrastruktur und unzureichenden Finanzen für notwendige Investitionen. Die Universitätslehrpläne in der Ukraine müssen aktualisiert werden, um diese neuen Technologien zu berücksichtigen. Zu diesem Zweck sind geeignete Werkzeuge und Daten bereitzustellen, da sonst weder Lehrenden noch Studierende realistische Chancen haben, sich rechtzeitig an neue Methoden anzupassen, und sie werden nicht in der Lage sein, selbst zur Weiterentwicklung beizutragen.

Das Hauptziel dieses Projekts ist es, die Digitalisierung in zwei großen Projektteilen abzudecken:

  • Entwicklung einer virtuellen Umgebung zur Erstellung und Verarbeitung von digitalen 3D-Scandaten
  • Digitales Lehr- und E-Learning-Material mit interaktiven Werkzeugen und praktischen Übungen

Teil 1 wird durch die Entwicklung eines virtuellen Systems gelöst, das es den Benutzern ermöglicht, realistische Daten zu erstellen, ohne dass ein reales Messgerät vorhanden ist. Der virtuelle Scanner wird auf bestehenden Open-Source-Softwarepaketen basieren. Dies ermöglicht es den Benutzern, die Software kostenlos zu nutzen und zukünftige Entwicklungen innerhalb der Open-Source-Gemeinschaft durchzuführen. Er wird Teil eines allgemeinen E-Learning-Konzepts sein, das sowohl in den ukrainischen als auch in den deutschen Partneruniversitäten umgesetzt werden soll.

Teil 2 wird durch ein integriertes Lehrkonzept abgedeckt, das interaktive Lernwerkzeuge (sowohl für Lehrende als auch für Studierende) und praktische Übungen (z.B. Projektwochen, Sommerschulen) umfasst, bei denen die theoretische und virtuelle Ausbildung mit praktischen Erfahrungen mit realen Geräten und Daten verbunden wird. Ein Ergebnis der experimentellen Arbeit ist zusätzliches E-Learning-Material, das auf den Erfahrungen und Ergebnissen der Projektarbeit basiert. Zusätzlich finden internationale studentische Projektwochen statt. Die erste Projektwoche findet im Zeitraum 21.-25. September 2020 in Bamberg statt.

Projektpartner

  • Kiewer Nationale Universität für Bau und Architektur (KNUCA), Fakultät für Geodäsie und Landmanagement, Ukraine
  • Universität Bamberg, Institut für Archäologie, Denkmalpflege und Kunstgeschichte, Deutschland.

Fördervolumen

200.000 €