DE / EN

IAPG: Projekte

Logo

Entwicklung von Zuordnungsverfahren zwischen Vektor- und Rasterkarten

 

AGIP-Projekt von H. Kuhn und A. Fisler

In Zusammenarbeit mit der BTC, Oldenburg

Die Nutzung von Karten für verschiedene Aufgabengebiete ist sehr vielseitig. Kennen wir aus der Vermessungsverwaltung hauptsächlich die Karte als Hilfsmittel zur Sicherung des Eigentums und zur Darstellung der Topographie, so bleiben die vielen thematischen Anwendungen noch unberücksichtigt. Als thematische Anwendungen wären z. B. Planungskarten, Forstkarten, Bodenkarten und natürlich Karten zur Dokumentation von Anlagen, wie Leitungsdokumentation zu nennen. Basis dieser Folgekarten sind die amtlichen Karten der Vermessungsverwaltung. Die amtlichen Basiskarten haben jedoch aufgrund ihrer historischen Entstehung sehr unterschiedliche Genauigkeiten, da bei ihrer Herstellung und Fortführung die Nachbarschaftsgenauigkeit gegenüber einer homogenen Karte höhere Priorität erhielt. Als Folge davon treten heute große Genauigkeitsprobleme bei der Leitungsdokumentation auf, da die Leitungen großräumig durch das ganze Land verlegt sind. Solange man mit analogen Karten arbeitete, waren diese Probleme kaum erkennbar. Anders ist es heute bei der digitalen Arbeitsweise und bei der Nutzung genauerer Meßmethoden wie GPS. Viele Energieversorger begannen bereits vor der Vermessungsverwaltung ihre Leitungsdokumentation automationsgestützt vorzunehmen. Es gab daher auch ganz unterschiedliche Ansätze:

  • Einzeichnen der Leitungen in Folien der Katasterkarten von Hand
  • Einzeichnen der Leitungen in Folien der Katasterkarten mit CAD
  • Digitalisierung der Katasterkarten und digitale Einzeichnung der Leitungen
  • Digitalisierung der DGK5 und digitale Einzeichnung der Leitungen
  • Einzeichnen der Leitungen in gescannte Folien der Katasterkarten mit CAD
  • usw.

Aufgrund der unterschiedlichen Ausgangsdaten und der verschiedenen Arbeitsmethoden entstanden hier zwangsläufig verschiedene Basisgeometrien, die heute bei der digitalen Nutzung der Daten in einem Geoinformationssystem (GIS) zu Problemen führen. Inzwischen hat die Vermessungsverwaltung mit der ALK (Automatisierte Liegenschaftskarte) und mit ATKIS (Amtliches topographisch- kartographisches Informationssystem) einen digitalen Datenbestand fast flächendeckend vorliegen.Da die amtlichen Karten ständig verbessert und aktualisiert werden, bietet es sich an, alle Folgekarten auf diese Basisgeometrie aufzusetzen.

Daher sollen Verfahren und Methoden entwickelte werden, die automatisch eindeutige Merkmale in beiden Karten finden, und darüber hinaus dann die Verbesserungsvektoren der Objekte berechnen und speichern. Diese Vektoren stellen dann das Maß der Verschiebung zwischen beiden Karten dar, und können in Verbindung mit Homogenisierungsprogrammen die Karten zusammenführen und auch geometrisch verbessern.

 

Impressum der Jade HochschuleDatenschutzerklärung der Jade Hochschule

Legal Notice of Jade UniversityProvacy Notice