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IAPG: Projekte

Transferbereich Geoinformatik

Projekt von Manfred Weisensee, Helmut Kuhn, Hans-Peter Ratzke, Peter Lorkowski, Mathias Mehlhorn und Hendrik von Garrel

  • Förderung durch die Arbeitsgruppe Innovative Projekte (AGIP) beim Ministerium für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen und die E.ON Ruhrgas
  • Laufzeit: 01.06.2007 – 28.02.2009
  • Kooperationspartner: E.ON Ruhrgas

Projektbeschreibung

In den letzten Jahren hat die Standardisierung zugunsten einer Interoperabilität zwischen GI-Systemen immer mehr an Bedeutung gewonnen. Steigender Kostendruck und sich immer schneller ändernde Marktsituationen sorgen dafür, dass Unternehmen in allen IT-Bereichen vermehrt auf standardisierte Datenformate und Datenmodelle setzen, um hier eine Investitionssicherheit bezüglich ihrer Geodaten zu erreichen. Insbesondere Standardisierungsorganisationen wie das OGC (Open Geospatial Consortium) oder die ISO (International Organization for Standardization) haben in jüngster Vergangenheit Richtlinien zur Speicherung und zum Datenaustausch von Geodaten herausgegeben. Diese Richtlinien dienen im hier beschriebenen Projekt als Orientierungshilfe zur Analyse und Weiterentwicklung der Geodatenbestände. Ein Vorteil der Standardisierung im Bereich der Geoinformation ist die interoperable Nutzung der Geodaten. Da viele GIS Anbieter bereits standardisierte Schnittstellen anbieten, lassen sich einmal gespeicherte Geodaten problemlos in andere Systeme überführen.

Weitere Vorteile der Standardisierung sind:

  • Flexibilität in Bezug auf Anwendungssoftware
  • Optimierung der Geschäftsprozesse
  • Qualitätssicherung
  • Vereinfachung des Informationsaustausches
  • Interoperable Integration komplexer Anforderungen
  • Kostensenkung

Um seitens der Projektgruppe Aussagen über die bestehende Systemlandschaft bei der E.ON Ruhrgas machen zu können, ist es zunächst erforderlich, einen Überblick über die vorhandenen Datenstrukturen und Softwarekomponenten zu bekommen. In Zusammenarbeit mit Mitarbeitern der E.ON Ruhrgas und der PLEdoc GmbH ist im Rahmen einer Analyse eine Dokumentation der aktuellen Systemumgebung entstanden, die die einzelnen Komponenten sowie die Kommunikation zwischen den einzelnen Produkten aufzeigt. Die PLEdoc GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen innerhalb des E.ON Konzernverbundes, das sich insbesondere um die GI-Systeme und die Dokumentation von Anlagen und Leitungen auch für die E.ON Ruhrgas kümmert.

In einem nächsten Schritt sollen die Datenmodelle zur Speicherung von Rohrnetzdaten und Katasterdaten analysiert werden. Dies geschieht insbesondere im Hinblick auf vorhandene Standards wie die vom OGC herausgegebene Simple Feature Spezifikation (SFS) (siehe Abb.) oder das SQL/MM Spatial der ISO, um eine Kompatibilität der Modelle beurteilen zu können.

Das OGC Simple Feature Modell
Das OGC Simple Feature Modell

Eventuelle Abweichungen vom OGC-Standard könnten über geeignete Techniken beseitigt werden, ohne Änderungen am originären Datenbestand durchzuführen. Somit bleibt auf der einen Seite der Funktionsumfang der laufenden Systeme voll erhalten. Auf der anderen Seite ermöglicht die Bereitstellung einer OGC-konformen Datenstruktur die Nutzung zusätzlicher Werkzeuge, die als Datenquelle dieses Format ansprechen können.

Im Verlauf des Projektes sollen in enger Zusammenarbeit mit E.ON Ruhrgas und der PLEdoc Szenarien wie das Beschriebene entworfen, entwickelt und bewertet werden, um mögliche künftige Strategien für eine Optimierung und Qualitätssicherung von Geschäftsprozessen innerhalb des Unternehmens auszuarbeiten.

 

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